Und wieder einmal ging es ein paar Tage in Urlaub. Diesmal wieder nach Stockholm (da war ich ja erst einmal) und natürlich wieder mit Ryanair ab Hahn. In etwa einer Stunde ist man da und die Preise sind trotz immer höher werdender Gebühren noch immer unschlagbar.
Vor dem Flug gabs noch ein Clubsandwich und eine Brezel für unterwegs und los gings, pünktlich ab nach Skavsta. Irgendwie hab ich das Gefühl, daß die Zahl der männlichen Flugbegleiter stetig ansteigt und diese meist die Sicherheitsanweisungen im hinteren Bereich der Kabine machen… beim nächsten Mal will ich vielleicht doch in die Mitte oder nach vorne
In Skavsta bestiegen wir dann auch gleich den Bus nach Stockholm und kamen am Busbahnhof hinterm World Trade Center an. Von da aus war es nicht weit zum Hotel in der Drotninggatan, der Haupteinkaufsstraße Stockholms. Unser Weg führte uns vorbei am Oscars Theater, wo wir noch am selben Abend “Singing in the Rain” sehen sollten.
Das Hotel wurde gerade renoviert, das war auch so angekündigt, aber viel merkte man davon nicht. Auf dem Boden gab es vor der Rezeption etwas Pappe und der Heizkörper im Eingang war vor die Nische gerückt. Ansonsten gabs eigentlich keine Beeinträchtigungen.
Das Zimmer war recht schön. Nicht zu klein, interessant geschnitten, mit großem Bett, Flachbildfernseher mit vielen schwedischen und englischen Kanälen und ein gemütliches Bad. Das Zimmer war zum Innenhof orientiert. Ein recht hübscher Hof, wie ich finde, und deshalb auch sehr ruhig. Man hörte lediglich, wenn Leute am Zimmer vorbei gingen, denn der Flur führte um zwei Seiten des Zimmers vorbei und hatte alten Parkettboden.
Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten gings erstmal zum Cirkus unser Karten für die Scoundrels abholen (Samstag Abend und Sonntag Nachmittag), dann zum China Theater für die Jekyll&Hyde-Karten (Freitag) und dann zum Oscars um noch Karten für Singing in the Rain am Donnerstag Abend. Es gab noch zwei Karten im Parkett Reihe 1 an der Seite oder auf dem zweiten Rang. Nachdem die Vorstellung richtig toll war, waren wir froh, daß wir uns für Reihe 1 entschieden haben.
Singing in the Rain hatte ich noch sehr sehr grob als Filmmusical im Kopf und desn Soundtrack zum Film hab ich auch vorher nochmal gehört, aber viel wußte ich nicht über das Stück. Gerade mal, daß es da zwei Männer gibt, die einen Film machen wollen. Dann kam der Tonfilm und sie waren gezwungen, das ganze als Musical zu machen. Das Problem ist nur, daß die Hauptdarstellerin eine Stimme hat, die einfach nur Aua macht. Deshalb wird eine junge Schauspielerin als Synchronstimme engagiert.
Tatsächlich half mir dieses Grundwissen auch, die komplett schwedische Fassung zu verstehen. Auch wenn mir leider einige Pointen entgingen hatte ich somit sehr viel Spaß!
Anfangs war ich etwas enttäuscht, daß die Inszenierung hier und da nicht sehr nah an Perfekt war, was den technischen Ablauf anging, aber gerade das trug schließlich doch eine Menge zum Charme dieser insgesamt doch recht opulenten Inszenierung bei. Ich fand den Anfang auch noch ein bisschen schwach, aber spätestens nach 20 Minuten lief das ganze auf 110% und war einfach genial.
Der Schmirgelpapierartige Bühnenbelag lies mich schon was vermuten, was die Finalszene des ersten Aktes angeht und tatsächlich: nachdem sich Häuser auf die Bühne schoben, Palmen aus dem Schnürboden und Laternen aus dem Boden fuhren fing es in Strömen an zu regnen. Sowas hab ich auf einer Bühne noch nicht erlebt. Interessant auch, daß gerade hier mal keine Regencapes auf den Sitzen der ersten Reihen lagen, denn diesmal wurde man wirklich nachgespritzt, was bei Blue Man und Co noch nie der Fall war!
Ich mag auch die klassischen Musicals immer mehr… die Musik ist flott und die Handlung, wenn auch wenig tiefgründig, doch sehr unterhaltsam und ein guter Kontrast zu dem vielen pseudointelektuellem Kram, der heute so gern auf die Bühne gebracht wird. Dieses Stück ist Unterhaltung vom feinsten!
Besonders toll waren Lina, die große Stummfilmdiva, und Cosmo, der Komponist. Beide waren an dem Tag zweitbesetzungen, aber einfach genial!
In Singing in the Rain gibt es einige Filmeinspielungen, die wohl tatsächlich passend zu jeder Besetzung gedreht wurden. Der erste Stummfilm war schon ein herrlicher Spaß, aber die Tonfilmversuche konnten das noch toppen. Immer wieder das Problem des Mikrophons. Wo sollte es platziert werden. Im Blumenstock, auf der Brüst oder Schulter? Alles hatte irgendwelche ungewollte Effekte
Ich würde das gerne wieder sehen!!!
Am nächsten Tag ging es dann in Jekyll & Hyde. Erwartung: Auf jeden Fall besser als bei uns… mööööööp - Erwartung zu hoch, unsere Inszenierung ist tatsächlich besser!!!
Das Bühnenbild sah aus wie das verzauberte Schloß in “Die Schöne und das Biest”, zwei Treppen, zwei Türmchen und eine große Flügeltür. Das ganze von Blech unwuchert und hierund da mit LED Tafeln ausgestattet. Die Kostüme waren OK aber nicht umwerfend. Die Fassung orientierte sich sehr stark an der Broadwayfassung, ergänzt um “I need to know” und “Bring on the Men” aber ohne “Good and Evil”, “Girls of the Night” und “The World has gone insane”. Demnächst soll dazu auch eine CD rauskommen.
Die Erstbesetzung Hyde, Mikael Samuelsson, das schwedische Phantom, spielte nicht. Stride war Zweitbesetzung der Titelrolle und machte seine Sache in allen Punkten mehr als schlecht. Stimmlich, optisch und darstellerisch unterstes niveau. Zum Brüllen die Augen aufreißen und die Hände verkrampfen reicht halt nicht. Dazu kam noch ein Orchester, das fast einschlief. Einfach furchtbar!
Lisa (hier Emma) war okay, spielte aber nicht sehr überzeugend. Sie wirkte als Emma sehr kühl, aber vielleicht mochte sie den Jekyll auch nicht wirklich - ich könnte es verstehen.
Lucy hatte eine starke Stimme und war auch sonst für eine Lucy ungewöhnlich kräftig. Ich fand sie nicht wirklich passend. Das war eher eine Nellie. Nellie gab es laut Besetzungsliste, aber man hat sie nie wirklich aus der Masse erkannt. Spider eher, aber nur, weil er aussah wie Johnny Depp als Willy Wonkers in Charlie and the Chocolate Factory.
Lucy hatte im Zweiten Akt wirgendwann einen riesigen Spiegel in der Hand (Wie Belle, wenn sie ihren Vater sehen will). Der fiel irgendwann hin und weil das ja Unglück bringt wurde sie mit einer 90cm langen Scherbe des Spiegels ermordet.
Das Ensemble war praktisch die ganze Zeit auf der Bühne, was zwar nicht immer gepasst hat aber angesichts der geringen Größe auch nicht besonders auffiel (waren das 7 oder 8 Leute?).
Das hatte auch zur Folge, daß die Ermordeten sofort wieder aufstanden, sich anzogen und wegen Personalmangel die nächste Strophe singen mußten.
Ich hätte nie gedacht, daß man Jekyll offensichtich so leicht kaputtinszenieren kann.
Das Theater sieht im Übrigen aus, wie ein abgetakeltes Chinarestaurant…
Samstags ging es in die Nachmittagsvorstelung von “London - the Musical”. Das Stück hatte erst vor einer Woche Welturaufführung und ich bin mir nicht ganz sicher, wie es zu werten ist. Die Besetzung war toll. Neben Anders Ekborg, den wir hier ja unbedingt sehen wollten, spielten auch noch andere bekannte Leute mit. Die Produktion in einer riesigen, protestantischen Kirche mit zwei Emporen, wirkte jedoch etwas weniger Professionell. Die breite Bühne hatte mehrere Ebenen, die ohne Umbauten bespielt werden konnten. Zeit und Handlungsort wurde von verschiedenen London-Projektionen im Hintergrund dargestellt. Die Musik ging teilweise gut ins Ohr. Gesungen wurde live und auch die Streicher spieten live. Der Rest wurde eingespielt.
Die Handlung war nicht leicht nachvollziehbar. Vor der Vorstellung versuchten wir im Programmheft durchzusteigen, aber das brachte uns nicht weiter:
Mellows arbeitet bei einem großen Finanzunternehmen, wird aber von seinem Chef Clive gefeuert, nachdem er einen angeblichen Investor oder Kunden als zurketischen Politiker entlarvt. Die Dolmetscherin Sarah, die aus Zurketistan stammt hatte damit zu tun. Ihr Mann ist aus zurketischer Flüchtling und wird von Warrior (Anders) versteckt. Warrior ist laut Programm sehr berechnend aber unberechenbar. Was eigentlich seine Aufgabe im Stück ist wird jedoch nicht ganz klar. Sicher ist, daß er am Ende anders ist, als man erwartet, weil man ihn aber weder am Anfang noch am Ende irgendwie einordnen kann ist das auch nicht weiter von Belang. Dann gibt es noch Fennan, Mellows Schwester und Petra, die etwas bewirken will, der aber alles zu langsam geht. Jacky, die TV-Moderatorin huscht auch noch sehr oft über die Leinwand… das ganze ergab aber wie gesagt nicht wirklich Sinn…
Am Schluß sagte Anja zu mir “Ich hab das Ende nicht verstanden” ich entgegnete darauf: “Ich hab das Ende gar nicht bemerkt” Immerhin, wir haben Anders Ekborg mal live gesehen und das war ein Erlebnis.
Falls das Stück mal weiterkommen sollte, muß daran auf jeden Fall noch viel geändert werden.
Wenn es eine “normale” Produktion war, war es insgesamt unbefriedigend. Falls es aber ein halbprofessionelles Projekt war war es recht beachtlich… das kam nur leider nicht so ganz raus.
Anschließend ging es jedenfalls zum Cirkus zu den Scoundrels und da erwartete uns wieder ein Highlight. Das Musical kannten wir ja schon aus New York. Hier hatten wir eine neue Inszenierung, die jedoch stark an die Broadway-Inszenierung angelehnt war. Vieles war jedoch eine Spur einfacher und nicht so sehr der abstrakte Plakat-Stil wie am Broadway. Die Kostüme waren mehr 50er-Jahre Stil und der Eisenbahnwagen war etwas aufwändiger. Die Besetzung war überraschenderweise deutlich älter als am Broadway. Das jedoch konsequent und so hat es dann auch wieder gepasst. Lawrence wurde von Tommy Körberg gespielt (u.A. bekannt als Russe auf der ersten Chess-Aufnahme) - einfach genial!!!
Unsere Plätze auf der linken Seite des Rangs (einmal Rang, einmal Loge) waren jedesma recht gut. Wir hatten keine Kopfe vor uns, saßen jedoch ziemlich seitlich, allerdings so, daß uns nichts wichtiges auf der Bühne fehlte. Ich denke, darauf achtet man auch, wenn man im Cirkus was inszeniert.
Sonntag mittags ging es dann gleich nochmal in die Scoundrels, die dann sogar noch etwas besser waren!
Vor der Vorstellung waren wir im Freichlichtmuseum “Skansen” direkt hinter dem Cirkus:
Am Abend lief in Stockholm dann leider gar nichts und auch in den Kinos wurde kein Film gezeigt, der uns interessiert hätte. Dabei hätte mich gerade das Skandia, das wir beim Frühstück sogar von unserem Tisch aus gesehen haben, besonders interessiert. Das Skandia Kino wurde von dem bekannten schwedischen Architekt Gunner Asplund geplant. Von ihm ist auch die beeindruckende stockholmer Stadtbibliothek mit der gigantischen Rotunde.
Diese haben wir uns am Freitag Morgen agesehen. Zunächst waren wir uns nicht sicher, ob wir überhaupt rein kommen, aber das ging dann doch. Ich durfte sogar Fotos machen. Der zentrale Raum war wirklich imposant. Auf drei Galerien sind riesige Mengen Bücher in vielen verschiedenen Sprachen angesammelt. In der Mitte häng ein riesiger Lüster und über der Treppe zu den Galerien Steht eine Büste von Strindberg. Der Raum ist schlicht und Sachlich und wirkt doch nicht karg. Die wirkung muß man einfach erleben!
Da wie gesagt am Sonntag Abend nichts lief gingen wir nach den Scoundrels zunächst ins Hotel, sahen dort eine Folge Jamie Oliver und anschließend ging ich mit meiner Digi-Cam noch zwei Stunden bei +3 bis +6°C durch Stockholm. Von unserem Hotel in Noramalm über Gamlastan bis an die Nortspitze von Södermalm. Vorbei am Stadshused wo ich die Häschen beobachtete und am Schloß vorbei wo die Wache herumstampfte. Auf dem Rückweg konnte ich vor dem Kulturhused noch eine Menge Ägypter beobachten, die sich offensichtlich dort getroffen haben und den Fußballsieg zu feiern. Fußball-WM im kleinen Kreis…
Am Montag ging es dann wieder zurück. Überraschenderweise kam der Flieger sogar 25 Minuten vor Plan in Hahn an!
Das war gerade eine spannende Diskussion, ausgehend von mehreren Berichten und Leserbriefen in den Zeitungen der letzten Tage. Worum geht’s? V&B hat in Mettlach eine größere Ausstellung zur Firmengeschichte und zur Geschichte des Porzellan und der Tischkultur. Seit kurzem gibt es auch ein Museumscafé, das dem Interieur des Dresdner Milchladens nachempfunden ist. Das Café wurde schnell zur neuen Attraktion der Ausstellung. Nun wird für den Besuch, auch wenn man “nur ins Café” will eine Eintrittsgebühr von 3 Euro erhoben, worüber sich viele Leute aufregen.
Thema: Ist das Erheben der Gebühr, auch wenn man nur das Café besuchen will, gerechtfertigt oder nicht?
Ich finde ja, denn die Rekonstruktion des Milchladens ist ja nicht einfach irgendein Café, das den Zweck hat Besucher mit Snacks und Getränken zu versorgen, sondern als “Begehbares Exponat” ein bedeutender Teil der Ausstellung. Wenn die Leute, die sich nun beschweren nur einen Kaffee trinken wollten, hätten sie auch eines der Cafés in der direkten Umgebung besuchen können. Warum tun sie das nicht? Weil sie an dem Exponat “Milchladen” interessiert waren!
Auch wenn die Ausstellung zum Teil eine Image-Schau von V&B ist, so ist es doch eine privatfinanzierte Attraktion.
Wie verhält es sich mit ähnlichen Attraktionen in der näheren Umgebung?
Da gibt es z.B. die Burg Montclair. Hier gab es vor einiger Zeit eine ähnliche Debatte. Da die Ruine in den 80ern eine Gefahr für die Besucher wurde mußte sie aufwendig ausgebessert werden. Dafür wurden öffentliche Gelder verwendet, da sich die Ruine im Besitz des Kreises befindet. Nachdem die Anlage wieder für Besucher freigegeben wurde gab es in der Anlage auch eine kleine gastronomische Einrichtung. Für den Besuch der Burg wurde nun eine Eintrittsgebühr erhoben, die dem Erhalt der Anlage zugute kommt. Viele regten sich nun darüber auf, daß sie Geld bezahlen müssen, wenn sie bei einem Spaziergang “ein Bier trinken wollen und dafür dann noch extra Eintritt berappen sollen”. Besonders Menschen aus der direkten Umgebung regten sich darüber auf. Argumente waren u.A. daß man die Anlage ja bereits mitfinanziert hat und wenn man im Jahr öfter dahin wandert will man ja nicht immer die ganze Burg besichtigen, aber vielleicht doch was trinken. Der Pächter der Gastronomie (der mit den Eintrittsgeldern nichts zu tun hatte) bekam sogar Probleme, weil die Kundschaft weg blieb. Also fand man irgendwann den Kompromiß, daß nur der Besuch der Türme einen Euro kostet. Der Zugang zum Hof, Museum und Gastronomie ist frei. Ein sehr großes Entgegenkommen!
Ein weiteres Beispiel ist die römische Villa in Borg. Auch hier gibt es auf dem Ausstellungsgelände eine Taverne. Die Verwaltung gewährt jedem Besucher, der sagt er will nur in die Taverne einkehren, freien Eintritt. Man glaubt hier auch an die Ehrlichkeit der Besucher, kontrollieren kann man es ja schlecht.
Ich war vor kurzem in der Villa und habe auch Geld in der Taverne gelassen. Trotzdem habe ich den regulären Eintritt bezahlt. Ich bin froh, daß es diese Anlage gibt und ich weiß wie aufwendig die Rekonstruktion und wie mühsam der Erhalt ist. Auf die Art leiste ich einen Beitrag dazu. Und das ist ja auch nicht ganz selbstlos.
Wenn ich die Taverne besuche, genau wie den “Milchladen”, kehre ich ja nicht einfach in irgendeinen gastronomischen Betrieb ein. Neben den Speisen und Getränken, die ich ja regulär bezahle, bekomm ich ja auch noch das Erlebnis des besonderen Ambientes. Deshalb finde ich den Eintritt auch hierfür gerechtfertigt. Wenn ich in der Position der Betreiber wäre würde ich vielleicht ein System einführen wie man es an vielen Autobahnraststätten vorfindet wenn man die Sanitären Anlagen besuchen will. Man Entrichtet eine Gebühr am Drehkreuz und bekommt einen Gutschein, den man im Laden oder Bistro einlösen kann.
Das war mein Senf dazu…
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Heute war ich mal wieder in meinem neuen Lieblingsladen: Emmaüs in Forbach, Frankreich http://www.emmaus-forbach.fr/
Wenn man alte Sachen zu günstigen Preisen sucht und noch was für nen guten Zweck tun möchte geht man am besten da hin. Neben einigen Sachen, die wir noch für die Fledermaus gebraucht haben, hab ich noch einen tollen Kunstdruck von 1899 gefunden! Für einen Euro mußte ich die Madonnen-Darstellung einfach kaufen. Ich weiß nicht genau was es ist, aber ich finde das Bildnis bezaubernd schön (jetzt zitier ich sogar schon die Zauberflöte…). Ich finde es in Schwarz-weiß auch nicht so kitschig wie viele andere, rot, blau und gold colorierte Versionen des selben Motivs…
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Hier dann mal ein paar kleine Impressionen aus London für die Daheim gebliebenen
Wir sind in LONDON:

Julia Roberts bietet mir ihren Platz an:

Jamie Oliver und ich (Das Bild häng ich mir in die Küche!)

Woopie Goldberg, wow, nice to meet you!

Ganz neue Ansichten

das wollte ich schon immer mal machen:

Das London-Ei:

Das Nachbar-Ei:

Over the Top:

Am Trafalgar Square:

Man at work:

Mrs T.:

Who’s your King?

Wicked!!!

Auf dem Tower der Bridge:

Ich bin im Fernsehn!!!

war’s das?

The Internet is for PORN:

The Puppets:

you are here:

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Zurück aus London, und ich würde am liebsten gleich wieder!!!
Also, am Mittwoch gings los mit RyanAir ab Frankfurt-Hahn nach London. Am Flughafen gabs erstmal eine Kleine Stärkung in Form von Sandwiches und eine Ausgabe vom Stern mit Teil 1 (von 4) von Jan Weilers “Maria, ihm schmeckt’s nicht” als Hörbuch. So bekommt der Stern für die nächsten Ausgabe einen neuen Leser, der eher ein “Hörer” ist *g*. Im Flieger kauften wir uns wieder gleich Bus-Tickets um direkt von Stansted nach London, Victoria Station, zu kommen. Dort an der Tageskasse vom Victoria Palace mal noch grade unser Glück versucht Karten für Billy Elliot zu ergattern, aber wie bereits erwartet ohne Erfolg. Wir mußten also doch am Samstag Morgen für “Day Seats” anstehen - dazu aber später mehr. Mit der District Line ging es dann nach South Brompton wo unser Hotel lag - ein Ibis.
Das Hotel lag nicht weit von der Underground Station South Brompton, alternativ konnte man auch noch bequem zur Station “Earls Court” laufen. Da hatte man dann mehr Züge zur Auswahl.
der “Earls Court” ist eine große Halle in der vergangenen Mittwoch die BRIT Awards verliehen wurden. Und wir gingen LIVE dran vorbei *g*
Gerüchten zufolge putzten TAKE THAT sich im Nachbarzimmer die Zähne
Wir checkten also ein und bezogen unser Zimmer. Dann ging es direkt in die City. Erst mal zum Trafalgar Square wo wir spontan die National Galery besuchten und einige Meisterwerke von van Gogh, Gaugin, Turner (mein Favorit) und viele mehr bewunderten. Einige Mitreisende lehrnten dann auch, was es mit “Caravaggismus” auf sich hat (http://de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo_Merisi_da_Caravaggio).
Anschließend ging es zur Stärkung zu Pizza Hut wo wir uns fast so voll aßen, daß wir nicht mehr in die Reihen im Aldwych Theatre passten. Da sahen wir an diesem Abend noch EVITA. Matt Rawle, das Pilger Objekt, spielte leider nicht, aber Mark Powell (den ich schon als Amos in Whistle down the Wind sah) war ein genialer Ersatz. Trotzdem ist es irgendwie Schade, daß Ansgar nicht eingesprungen war, aber die Chance war doch sehr gering. Evita war zwar etwas besser als auf der CD, besonders mit den zahlreichen Tanzszenen konnte sie punkten, aber spätestens bei “Goodnight and Thankyou” fragte ich mich wieder, wer ihr diese Rolle gegeben hat… eine tolle Inszenierung, die nur eine starke Schwäche hatte - die Hauptdarstelerin
Das Orchester klang am Anfang sehr schwach, was aber beabsichtigt war denn sobald sich der Vorhang mit einem dramatischen Klageschrei hob erreichte der Klangkörper Gänsehautstufe. Das Szenenbild war in den ersten Szenen sehr schlicht und besonders durch gezielte Licht- und Schattenführung aufregend. Zu Bounus Aires Hob sich die Kulise und gab en Blick auf drei weitere Fassaden frei, die den Rest des Abends das einfache, aber sehr wirkungsvolle Bühnenbild darstellten. Trotz fragwürdiger Hauptdarstelerin ein bewegender Abend!
Dann gings zurück zum Hotel, wo die Fotoausbeute auf den Laptop gezogen wurde und wir feststelen mußten, daß die Euro-Rasierer-Steckdose im Bad nicht stark genug für den Laptop war und wir am nächsten Tag einen Adapter kaufen müßten.
Das Taten wir auch am Nächsten Tag, aber zuerst galt es herauszufinden, wie die Dusche funktioniert, was dem zweien Benutzer schließlich gelang, und den, in die Schreibtischschublade integrierten Fön zu finden. Dann gings zum Frühstück und zu Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett.
Ich war vor ca 10 Jahren schonmal da und bin mir sicher, daß sich seit dem sehr viel geändert hat. Man muß zwar immer noch viel treppaus/treppab laufen, aber ich vermisste viele großartige Figuren. Die Royal Family wurde sehr verkleinert. Queen, Prince Charles und Prince Philip standen noch zusammen, in der Nähe waren Lady Di und Queen Mum. Der Rest der Sippe war nicht mehr da. Außerdem standen sie auch nicht mehr an der Kopfseite der Grand Hall sondern irgendwo am Rand. Haben die wirklich so an Bedeutung verloren? Außerdem fehlten mir Familie Louis XVI und Marie Antoinette vor der Hinrichtung, Roger Moore, Dame Edna, DAMON HILL (den Namen hab ich ewig gesucht aber endlich gefunden - http://de.wikipedia.org/wiki/Damon_Hill), Arnold Schwarzenegger und “Sleeping Beauty”… es waren sicher noch mehr, aber die fallen mir jetzt nicht mehr ein. Höhepunkt bei Madame war sicher die Taxifahrt “Spirit of London” - Ich liebe die Szene “Queen Victoria in der Teemaschine” *g*
Was ganz besonderes war auch der Kuppel-Film am Ende!
Dann suchten wir das Sherlock-Holmes-Museum, weil wir ja grade in der Baker Street waren. Rein gingen wir jedoch nicht. Ein typischer Fall von “der Weg ist das Ziel”. Auf dem Weg kauften wir dann den Adapter.
Schließlich gings runter zur Temse (nach einer unterirdschen Stadtrundfahrt) wo wir beim London Eye, oder London Ei (nach der Form der Kabinen) eincheckten. Die etwa 30-Minütige Fahrt war toll. Man hat eine geniale Aussicht über London. Man sieht sehr schön St Pauls, Buckingham Palace, Trafalgar Square, Westminster und vieles mehr… dann gingen wir zum Westminster, vorbei an einigen Daliiiiiiiii Figuren und beschlossen zum Schweizer Haus zu gehen um da um 14 Uhr die Spieluhr zu hören. 14 Uhr ertönt diese jedoch nur am Wochenende weshalb uns der Klang dieses Mal auch vorenthalten blieb. Wir gingen zu McDonalds essen, wo es sogar 2 gratis Apfeltaschen gab.
An der Stelle hab ich ein kleines Blackout. Ich glaube, wir sind nur noch etwas durch London geschlendert, haben ein wenig geshopped und sind dann zum Hotel zurück. Abend gings dann wieder in die City zu Spamalot. Das Palace Theatre hat sich seit Les Miz etwas verändert, ist aber wirklich eine Perle. Vor der Vorstellung saßen wir auf der “Sarah Brightman Treppe”, die Treppe, die man etwa 1,5 Sekunden im Phantom of The Opera Musikvideo von 1986 sieht. Die Aufführung war richtig klasse. “Fetchez la vache!”
Ich schaff es sicher nicht aufzuzählen, welche Musicals hier alle vera…lbert wurden: Phantom of the Opera, Les Miserables, Company, Camelot waren auf jeden Fall dabei. Eigentlich ist es ein ununterbrochener Lacher… bis auf die Stelle an der man mitsingt/pfeift “always look on the bright side of life”.
Im Hotel gabs dann zum Ausklang noch gratis-Nescafe oder Tee und Pizza auf dem Zimmer zu einer Show der Bilder des Tages auf dem Laptop.
Am nächsten Morgen mußten wir früh raus weil wir Abends in Wicked wollten aber noch keine Karten hatten. Wir gingen früh zum Frühstück und fuhren dann zum Apollo Victoria Theatre und bildeten den Anfang der Schlange für Day Seats ab kurz nach Acht. Wir beobachteten die Taxis, den Reinigungsservice und fragten uns, ob wir eigentlich die ersten oder die zweiten für Tickets sind. Wie sich herausstelte, befanden wir uns im Schlafzimmer von jemandem. Die Dame an der Kasse kannten wir auch schon vom letzten Mal. Um 10 Uhr gabs dann für uns Reihe 1 Mitte, was will man mehr
Dann gings auf zur Stadtrundfahr by Bus. Bei St Pauls stiegen wir aus, sahen uns die Kathedrale an, gingen über die Milenium Bridge rüber zur Tate Modern und zum Globe Theatre und fuhren dann weiter zur Tower Bridge. Die wurde diesmal auch ausführlicher besichtigt. Mit dem Aufzug gings auf den einen Turm, wo es eine filmische Dokumentation und eine Spieluhrenausstellung gab. Beide Stege bieten eine Schöne Aussicht ber die Stadt und die Themse, dann gings im zweiten Turm wieder runter und entlang der Blauen Linie wird man in den Maschinenraum geführt. Auch sehr interessant, besonders die freundliche Stimme, die einem auf Knopfdruck alles gerne erklärt.
Wenn wir schon da sind sehen wir uns auch den Tower von außen an. Der hätte nun wirklich nicht mehr ins Programm gepasst. Mit dem Schiff gings dann vom Tower zurück nach Embankment und von da aus zum Hotel. Abends dann Essen in Victoria Station und Wicked - auch beim drtten Mal Gänsehaut pur!
Auf dem Heimweg kaufte ich mir eine Portion Fish&Chips und wurde doch glatt verwechselt (”Are you Clark Kent? Superman?” ich gebe ja zu, die Ähnlichkeit ist verblüffend, aber ich bin’s halt doch nicht…)
Im Hotel wurde dann fein gereiert… ähm, rein gefeiert, in den Geburtstag vom Bo. Wir hatten alles was dazu nötig war, Geburtstagstorte, Kerze und Musik!
Auch am Samstag mußten wir früh aufstehen. Billy Elliot hat Reihe B aus dem Day Seats Kontingent gestrichen, was die Zahl drastisch reduziert. Als wir kurz nach 8 am Theater ankamen standen schon einige für die Karten an. Uns wurde klar, daß es sehr knapp wurde, je nachdem wieviele Karten jeder nimmt und ob für Mittags oder Abends. Für uns kam nur Mittags in Frage weil für für den Abend Avenue Q Karten hatten. Um 10 wurden wir in den weniger zugigen Vorraum gelassen, um halb 11 verkaufte uns die sehr zuvorkommende, deutsch sprechende Dame an der Kasse die letzten 3 Reihe A Karten für die Matinee
Dann wollten wir mal sehen, ob die Queen auch zu Hause ist und machten uns auf zum Buckingham-Palace. OK, Prince Charles mag das Royal National Theatre nicht weil es auf Beton ist und deshalb für ihn wie ein Atomkraftwerk aussieht - sowas von ignorant! Der Buckingham Palace ist auch nicht wirklich beeindruckend. Ein großer langweiliger Marmorkasten der eigentlich nur Protzig ist. Die Spannung des RNT erreicht er jedoch lange nicht!
Naja, die Queen war offensichtlich da und bekam gerade Mehl und Musik von Swazi-Land geliefert - soll heißen, wir wurden zufällig Zeugen einer Parade. Erst war ja nur eine riesige Menschenmasse hinter den Absperrungen am Palast. Wir stellten uns einfach mal dazu. Irgendwas wirds schon zu sehen geben, außer dem einsamen Becher.
Später gabs dann noch einen Schreibtischstuhl im Park, zwei Betontürme, das Ritz, Shopping bei Virgin und zurück zum Victoria Palace Theatre.
Billy Elliot brachte mich doch tatsächlich wieder zum weinen ;-( Da wird aber auch mit allen Miteln gearbeitet ein happy End möglichst Tränenreich zu gestalten!
Abends dann, ohne vorher ins Hotel zu gehen, zu Avenue Q. Auch hier Reihe 1 mitte. Was soll ich sagen? Ich will nochmal!!! Diesmal gabs von unserer Seite aus Monopoly-Geld statt Bonbons. Ich würde sagen, das kam besser an
Als wir ins Hotel kamen suchte der Bo sofort sein Geburtstagsgeschenk vom Hotel und tatsächlich, im Schrank lag eine Karte, unterschrieben von der Rezeptionsbesetzung mit einem Gutschein für die Bar. Das wurde gefeiert mit einem Stück Geburtstagspizza.
Am nächsten Morgen mußten wir dann leider schon wieder Auschecken. Die Zeit in London war wieder mal viel zu schnell vorbei - aber schön!!!
Dann kam aber noch die Rückreise. Die Underground führ nicht genau wie erwartet aber wir schafften es trotzdem rechtzeitig zu Victoria Station wo ein Grey-Bus statt einem Terranova-Bus für verwirrung sorgte. Am Flughafen ging der Check-in ohne probleme und auch der Kaffee bei Starbucks war wieder super. Dann kam jedoch die Meldung, daß wir statt an gate 47 an gate 49 abflogen. Dann, daß der Flug 30 Minuten später geht und schließlich, als wir an Gate 49 anstanden wurde wieder auf Gate 47 verlegt. Schließlich waren wir in der Luft und die Welt schien in Ordnung. Bis wir über Hahn Schleifen flogen. Wir bekamen keine Landeerlaubnis und mußten warten. Schließlich wurde der Treibstoff knapp und wir flogen zum auftanken nach SAARBRÜCKEN!!! (warum eigentlich nicht nach Luxemburg?)
Aussteigen durften wir in Saarbrücken nicht. Wir mußten eine Stunde im Flieger warten, durften nicht telefonieren oder aufs WC gehen… In Hahn lag nach Auskunft der Flugbegleiter ein “unbekanntes Objekt auf der Landebahn”. Was weiß wohl niemand. Schließlich ging es nach Hahn zurück und wir sahen Saarbrücken, wie wir es noch nie gesehen haben. Man erkannte sogar das Theater und die alte Feuerwache! Der Flug war wohl mein zweitkürzeste Flug bisher. Kürzer war mein Flug mit Birgenair von Saarbrücken nach Luxemburg bevor es von da aus nach Rhodos ging…
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Donnerstag, 18.Januar 2007, 23:55 Uhr
Blackout!!! Aber der Akku von meinem Laptop ist voll, das Duschradio hat ebenfalls volle BAtterien und ich hab zwei Kerzen angezündet. Ich hab die Vorhänge aufgezogen une beneide die im Altenwohnstift weil es da ein funktionierendes Notstromaggrgat gibt.
Dann mal zum Bericht, den ich eigentlich schreiben wollte: Wir verrückten Architekturstudenten haben uns (mit 2 Ausnahmen) in den Kopf gesetzt trotz Orkanwarnung zur IMM nach Köln zu fahren. Die Fahrt verlief sehr angenehm, wir hatten ja auch “den besten Busfahrer” laut Lehrgebiet. Die Kölner Messe fanden wir ohne Probleme und als wir endlich unsere Karten hatten konnte es Los gehen. Wir planten für die 5 vorgesehenen Stunden einen Hallencountdown, also uns von Halle 11 bis Halle 1 durchzukämpfen. Das war vielleicht nicht das klügste weil auf den drei Ebenen in Halle 11 die Spitzenaussteller in Sachen Design, Anspruch und Philosophie ausstellten und alles andere dagegen nicht mehr so toll wirkte. Andererseits läßtt man sich für den Anfang ja meist mehr Zeit und erledigt den Rest mehr oder weniger im Schnelldurchgang weil man einfach nicht mehr aufnahmefähig ist. So war es dann auch. Nach 5 Stunden Messe hämmerts einfach dur noch im Kopf und unter den Füßen. Deshalb gings dann erstmal auf die andere Rheinseite ins Café “Stanton” - der Name ist ziemlich originell weil das moderne Café neben der gotischen St.Anton-Kirche steht. Das Café war ein glaskubus in dem sich ein Roter Kubus verbarg der die Versorgungsräume befinden. Da gab es eine sehr feine Latte mit weißer Schokolade. Danach besichtigten wir noch das neue Peek und Cloppenburg-Gebäude von Renzo Piano. Ein beeindruckender Bau den man jedoch in vielen Details kritisch hinterfragen kann. Auf mich wirkte der Bau einfach übermäßig Effekthascherich von der Fassade her, die nicht hält was sie verspricht…
Dann gingen wir zum letzten Punkt auf unserem Programm über (von dem uns auch die eindrudelnden Sturmberichte von allen Seiten nicht abhielten): Wir gingen zu Früh Kölsch trinken und eine Kleinigkeit essen. Ok, bei manchen war die “Kleinigkeit” eine beachtliche Haxe aber ich hab mich mit zwei kleinen stückchen gebackenem Camenbert, Breiselbeeren und Toast begnügt und dazu zwei Scheiben Toast. Nicht zu vergessen zwei 0,2er Reagenzgläser Kölsch. Ich trink ja kein Bier aber Kölsch ist ja auch nicht wirklich Bier
Außerdem mußte ich ja nicht mehr selbst fahren!
Schließlich gings zurück zum Bus, die Domplatte war schon gesperrt (wegen der Gefahr herabstürzender Teile) und der WDR lauerte vorm Dom (Wegen der Chance auf einen Bericht über herabstürzende Teile).
Wir erfuhren welche Straßen alle gesperrt sind und daß wir wohl einen kleinen Umweg fahren mußten. Gleichzeitig kam die Meldung, daß ab sofort keine Züge mehr fahren und alle Reisende Hotelgutscheine bekommen - unsere Professorin war auch eine der Leidtragenden, da sie mit dem Zug zurück mußte
0:15 Uhr Grade wird im Radio über Stromausfälle in der Pfalz berichtet - danke, das hab ich auch schon bemerkt!
Schließlich fuhr unser Bus los und in Ansätzen gab es sowas wie Galgenhumor weil alle erwarteten, daß es zu irgendwelchen Komplikationen kommen würde wie Stau, gesperrte Straßen, etc. Schon auf dem Weg aus Köln heraus gab es jede Menge Blaulicht und Bäume auf den Straßen. Es wurde angekündigt “Köllsche Lieder” gegen die Angst zu singen. Trotz allem waren wir in knapp 4 Stunden von Köln nach Kaiserslautern gekommen.
0:19 Uhr SURPRISE!!! “und es ward Licht” - Der Strom ist wieder da!
Als ich in Trippstadt ankam dachte ich mir, der Parkplatz wirkt heute irgendwie anders. Klar, es war stockdunkel und nur in einigen Zimmern gab es Licht. Vermutlich auch hier die Laptops. Immerhin gab es ein paar nette Einwohner mit Taschenlampen, die Leuchtturm spielten und uns den Weg zum Eingang leuchteten.
Drinnen ging es dann erstmal auf Zimmersuche mit den Licht des Handys und dann wurden die Kerzen, die ich vorletztes Jahr von Silke (Sminky) zum Geburtstag bekam. Eigentlich waren sie mir ja zu Schade zum anbrennen, aber manchmal braucht man doch etwas Licht!
0:25 Uhr Hmm… der Srohm ist wieder da, aber mit dem Internet dauerts wohl noch etwas.
0:30Uhr jetzt gehts!
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morgen Früh um viertel vor Sieben wird ein Bus mit Architekturstudenten vor Bau 1 in Kaiserslautern Richtung Köln losfahren. Der Kurs “Raumgestaltung” wird die Internationale Möbelmesse (http://www.imm-cologne.de/) unsicher machen. Leider weiß ich jetzt schon, daß KARTELL nicht ausstellen wird, aber es gibt eine Filiale in Köln, die man dann vielleicht aufsuchen kann.
Der Messestand, den wir für Kartell entwerfen müssen ist immer noch nicht fertig… aber wir haben heute wieder fleißig dran weiter gearbeitet. Vielleicht kommt morgen noch der entscheidende Impuls. Dafür bietet sich die Zeit an, die fürs Kölsch-trinken eingeplant ist. Darauf kann ich ja sehr gut verzichten. Grade hab ich meine Brötchen für unterwegs aufgebacken. Die werd ich jetzt noch gleich beschmieren.
4 Stunden Schlaf sind vielleicht noch zu schaffen!
Am Samstag gings mal wieder nach Köln. Diesmal, weil ich von Anja eine Karte für “Gaudí” im Palladium zum Geburtstag geschenkt bekommen hab. Zwar war das Wetter ziemlich besch… aber Anja hat mich trotzdem gut nach Köln gefahren. Unterwegs haben wir uns mal wieder “die Schafe” (und die “Apfel-Pamela”) angehört.
Kurz vor Köln begann dann mein Lotsendienst. Nachdem ich uns endlich auf der Karte gefunden hab und der Verkehrsservice was von Stau oder zähfließendem Verkehr vor Köln Ost erzählte entwickelte ich eine Route über Köln West, Köln Nord und Kreuz Leverkusen nach Köln Dellbrück, wo das Palladium steht. Die Route wurde zwar ziemlich beargwöhnt, stellte sich später aber als staufreie Alternative mit nur 5 km mehr heraus.
In Köln angekommen fuhren wir direkt die ausgeschriebenen Parkflächen im Umkreis des Palladium an, von denen die meisten geschlossen waren… Wir fanden trotzdem einen Parkplatz in der Nähe und weil wir noch etwas ZEit hatten fuhren wir mit der U-Bahn noch zum Neumarkt wo wir im McDonalds bei der Oper was gegessen haben. Den Big Rösti ess ich immer wieder gerne!Dann gings zurück zum Palladium, einer 1899 errichteten Maschinenbauhalle die seit 1997 als Eventhalle genutzt wird. Das Foyer ist fast genausogroß wie der Veranstaltungssaal, was ich recht ordentlich finde. Die zwei Zugänge zum Untergeschoss mit Garderoben und Toiletten könnte bei starkem Andrang etwas eng sein, aber so voll war es Samstag nicht. Die Toiletten bildeten eine Außergewöhnliche Landschaft, zumindest auf meiner Seite. Die “Häuschen” in zwei links gelegenen Räumen und die “Rinnen” in einem Wald aus Wänden und Kacheln rechts. Statt Waschbecken gab es einen “Brunnen” inmitten eines rundum verspiegelten Raums. Das ganze wirkte wie ein eigenständiges, postmodernes Kleinod.Den Saal betritt man durch die originale Außenwand in Klinkerbauweise, in die unter den Segmetbögen elegeante schwarze Türen eingelassen wurden. Die Kobination alt/neu ist im Palladium recht gut gelöst worden, es dürfte im Foyer jedoch gerne auch ein paar Sitzgelegenheiten geben…
Dann mal zum eigentlichen. Anja hat wirklich geniale Plätze gebucht: Reihe 2 Mitte. Reihe 1 Mitte wär ja grundsätzlich besser, aber hier ist es wie im Colosseum, daß die Mitte von Reihe 1 fehlt. Eigentlich auch die von Reihe 2 wegen dem Mittelgang, aber vor den mittigsten 2 Plätzen in Reihe 2 gibt es keine Reihe 1 Plätze, also absolut perfekt!
Bevor es losging gab es erstmal minutenlanges eingespieltes Herzpochen, das sicher sonst keine große Bedeutung hatte. Vermutlich anders als der Kaffeebecher, der vor Beginn auf der Treppe zur Bühne stand. Der hatte sicher irgendeinen Symbolgehalt. Ich verstehe aber trotzdem nicht, warum der dann doch kurz vor Beginn entfernt wurde.
Schließlich gings nach einem lauten “Brööööp” los. Ich würde sagen, es wurden einige Einspielungen aus früheren Gaudí-Zeiten mitbenutzt. Besonders der “Sagrada Familia”-Chor kam mit bekannt und sehr üppig vor. Außerdem klangen die Übergänge teilweise etwas holprig. Das Bühnenbild verwendet hauptsächlich Projektionen auf 4 seitlichen Leinwänden und einer zentralen über einer Treppe.Dazu ein paar Tische, Stühle, Kerzenleuchter und 5 Säulen im ersten, bzw. ein Netz im Zweiten Akt das von Oben eingerollt wurde. Projeziert wurden meist Fotos von den Werken Gaudí’s die teilweise Bildschirmschonerartig verfremdet wurden.
Die Story hatte ich als ziemlich abstrus im Kopf, aber sie stellte sich dann doch als überraschend flach heraus. Don Parker wird für sein Buch mit dem Gaudí Preis ausgezeichnet und Marc Winner will ihn unter Vertrag nehmen. Parker stellt sich jedoch als Problemfall heraus. Er ist Scheu, Hat Angst vor Kommerz, der Preis und Erfolg scheint ihm nicht wichtig, obwohl er die Menschen mit seinem Buch erreichen will, was im gesamten Handeln unlogisch scheint, ist depressiv, naiv und bei manchen Szenen glaubt man er leidet an Haluzinationen oder man fragt sich ob Drogen mit im Spiel sind. Jedenfalls irrt er mehr oder weniger verfolgt von Grazia Lopez von Gaudí-TV, die auf eine große Story Hofft, und Isabella, die ihn für Marc Winner verführen soll damit er ihn unter Vertrag bekommt. Irgendwann glaubt man tatsächlich, daß sich etwas zwischen Parker und Isabella entwickelt. Marc Winner zeigt sich (in einer Szene, die eher an Metropolis erinnert) als skrupelloser “Puppenspieler” dem es nur wichtig ist, daß er die Leute für sich manipulieren kann. Am ende wendet sich plötzlich das Blatt. Winner spielt den gekränkten und Isabella gesteht ihm ihre Liebe und daß sie Parker ja nur benutzt hat. Parker stürzt sich darausfin vor einen Zug, Isabella und Winner heireten “vor” der Sagrada Familia. Winner stiftet noch eine große Summe für den Weiterbau… So banal und unlogisch die Handlung war, so genial war hingegen die Besetzung. Allen voran Hanrik Wager als Marc Winner. Unser Poe hat di richtige Power für die Rolle und klingt für meinen Geschmack auch deutlich angenehmer als seinerzeit Martin Moss. Aleksander di Capri hat einen sehr schönen Tenor für die eher klassischen Arien des Don Parker. Nur die Rolle ist sein Handycap. Zu weinerlich und nicht überlebensfähig kommt sein Don Parker daher. Besonders bei Closer to Heaven wirt sein spiel etwas zu sehr nach Schlagerparade wenn er durch die Zuschauerreihen geht und die Leute direkt ansingt. Karin Seyfried als Isabella spielte und sang gut, kam jedoch nicht eindeutig als hinterhältige Verführerin oder benutztes Werkzeug rüber. Eine klare Regieentscheidung hätte hier sicher mehr gebracht.
Die Inszenierung baute wie gesagt hauptsächlich auf Projektionen die nicht weiter störten. Etwas merkwürdig war jedoch das Schriftfeld mit [TEXT] mitten in der Bahnhofsprojektion. Unlogisch finde ich es auch noch, daß der Zug über den Bahnsteig fährt und daß die Leiche nicht identifiziert wird. Keiner Fragt sich, was mit Don Parker passiert ist und warum war Grazia Lopez ausgerechnet jetzt nicht hinter Parper her? Ich hätte mir gut vorstellen können, daß sie alles auf Band hat…
Aber trotz alen Kritikpunkten war es ein toller Abend. Als Konzert konnte es sicher Punkten, die Inszenierung brachte nicht sehr viel und die Handlung ist wenig der Rede wert. Trotzdem haben wir jetzt auch endlich mal Gaudí gesehen, was wir bisher ja nur von der CD kannten.
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Montag bis Mittwoch war ich in Köln, nicht zum Vergnügen, sondern als Recherchetrip für die Uni. Ich brauchte Planunterlagen über ein Gebäude in Saarbrücken, daß ich analysieren muß. Der Architekt, einer der größten lebenden Architekten Deutschlands, ist in Köln ansässig aber mittlerweile im Ruhestand. Sein Archiv hat er dem Historischen Archiv der Stadt Köln vermacht. Mit seiner Erlaubnis erhielt ich einsicht in die Unterlagen. Leider waren über das entsprechende Gebäude keine Unterlagen vorhanden. Ich muß also versuchen weitere Quellen dazu zu erschließen. Eventuell kann ich im Archiv des deutschan Architekturmuseums in Frankfurt was bekommen, dazu muß ich aber jemanden befragen, der erst nächste Woche wieder da ist. Außerdem versuche ich eine am Bau beteiligte Firma zu kontaktieren. Die Zeit in Köln hab ich trotzdem noch sinnvoll nutzen können. Ich bin mit der U-Bahn nach Chorweiler gefahren wo eine Siedlung ähnlicher Bauweise vom selben Architekten steht und hab diese gründlich unter die Lupe genommen. Dabei wurde ich von einer älteren Dame gesehen, die mich nur etwas skeptisch angeschaut hat. Kurz danach lief mir die Polizei über den Weg und ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen. Zum Glück waren die dann doch nicht wegen mir da *schweißabwisch*. Später ging dann direkt neben mir eine Haustür auf und eine andere Dame stand da neben mir “Jetzt muß ich doch mal fragen, was Sie hier machen” - Ich glaube ihr war nur langweilig und sie wollte nur etwas Gespräch. Ich hab ihr erklärt daß ich für eine Semesterarbeit recherchiere und hatte sie so ziemlich schnell desinteressiert
Danach hab ich mir eine Tageskarte für die Zentralbibliothek gekauft und dort den Bestand auf 4 Etagen durchforstet und auch einige Informationen bekommen die ich mir kopieren konnte. So ging der Tag dann auch schnell rum. Schließlich hat mich Silke angesimst, daß sie Feierabend hat. Wir sind noch ne Stunde zu Saturn zum Shoppen digitaler Medien. Die Rebecca-CD, die ich wollte hatten die da leider auch nicht. Dafür hab ich aber die Aufnahme des Schönberg-Balletts “Wuthering Heights” gefunden, die mich schon lange interessiert. Leider stellte sich die CD beim Reinhören als ziemlich langweilig heraus. Genau wie eigentlich jede CD in die ich an dem Tag reingehört hab… also doch kein Geld ausgegeben.
Abends haben wir uns dann “Fluch der Karibik” angesehen und irgendwann erkannte ich dabei dann auch mal unter der Perücke des Gouverneurs das GEsicht von Jonathan Pryce. Den hab ich in dem Film aber auch nicht erwartet. Ich fand ihn gut. Er ist einer von den Schauspielern, die ich je nach Rolle einfach toll oder furchtbar finde. Den Film fand ich sehr OK. Unterhaltsam, aber vom Hocker riß er mich auch nicht. Einige Action-Sequenzen (Action-Szene ist ja schon belegt) waren deutlich zu lang und wurden so sehr weilig… Johnny Depp hat den Film sehr dominiert und ihm eine eigene Note gegeben, was meiner MEinung nach nicht immer so gut war. Interessant wäre es, den Film nochmal mit einem anderen Darsteller neu zu drehen, einfach um das Resultat vergleichen zu können. Er wäre dann sicher nicht so erfolgreich, aber ich würde das gerne mal sehen. Anschließend haben wir uns auf der Bonus DVD eine Dokumentation über die 70er Jahre Attraktion “Pirates of the Carribean” in Disney Word angesehen. In den 70ern war das das sicher mal spektakulär mit diesen Animatronics, aber heute wirkt das schon sehr nostalgisch. Ich hab in Disneyland sicher nichts verpasst… Ich kann mir vorstellen, daß die Attraktion nach dem Erfolg des Films mal deutlich überarbeitet wird. Allerdings sollte man sich auch mal Gedanken über folgende Aussage in dem Zusammenhang machen “In den 70ern sahen die Menschan halt so aus”





















