“In jedem Mensch wohnt ein Blog”


Herzog Blaubarts Burg
April 13, 2008, 4:42 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Theater

Gestern Abend waren wir in “Herzog Blaubarts Burg” von Béla Bartók. Eigentlich war ich nicht so ganz in der Stimmung dazu und das Stück hat mich auch nicht so sehr angezogen… aber wieder einmal bin ich sehr positiv überrascht worden!

Ich würde sagen, das Theater war etwa zu einem Viertel besetzt, also nicht besonders voll, aber so, wie ich es hierzulande bei einem solchen Werk erwarten würde. Im Zuschauerraum war in der Mitte der ersten beiden Reihen eine kleine Bühne aufgebaut. Darauf ein Stuhl und eine Liege. Gespielt wurde also vor dem Orchestergraben. Die Hauptbühne wurde nur für Projektionen und den gesprochenen Prolog genutzt. Der Prolog und die Projektionen trugen wenig bis nichts dazu bei, daß ich das Stück besser verstanden habe. Die darstellerische Leistung gab mir umso mehr.

Die Geschichte beschreibt, wie Herzog Blaubart seine neue Ehefrau Judith in seine finstere Burg führt. In der großen, dunklen Halle sieht sie sieben verschlossene Türen. Zu diesen Türen verlangt sie nach und nach die Schlüssel um sie zu öffnen. Blaubart gibt sie ihr widerwillig. Die ersten beiden Türen verbergen eine Folterkammer und eine Waffenkammer. Hinter den nächsten Türen gibt es die Schatzkammer, einen Garten und das Land Blaubarts. Licht kommt so in die vormals finstere Halle. Judith will auch die letzten beiden Pforten öffnen, doch Blaubart warnt sie, es würde dann nicht mehr heller werden. Judith besteht darauf und entdeckt hinter der sechsten Tür einen Tränensee. Judith ragt Blaubart nach seinen früheren Frauen und besteht auch auf das öffnen der letzten Tür. Dahinter befinden sich die ermordeten Frauen, denen Blaubart Morgen, Mittag und Abend zugeordnet hat. Judith muß ihnen in die siebte Kammer als Nacht folgen. Blaubart bleibt alleine in der dunklen Halle zurück.

In Saarbrücken ist die Geschichte als psychoanalytische Sitzung dargestellt. Judith als Analytikerin, Blaubart als Patient. Die Türen zeigten jeweils einen weiteren Durchbruch zu Blaubarts Seele, die Judith zu ergründen versuchte. Das Spiel der beiden, der Gesang und das kraftvolle Orchester machten das ganze extrem bewegend und beeindruckend. Die Spannung, die da vorne aufgebaut wurde war enorm. Ich werde es mir bestimmt wieder ansehen!

Eine Hörprobe des Stücks (in anderer Besetzung) gibt es HIER beim SWR



Hypochonder
März 17, 2008, 9:51 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Theater

…und plötzlich wurde ich von der Seite angestoßen. Das wird jetzt mit Sicherheit ein blauer Fleck und aus dem entsteht dann ein Gerinsel, das dann direkt zum Herz wandert und morgen hab ich schon einen Herzinfakt. Aber ob ich das überhaupt noch erleben werde. Das Ziehen und Stechen zwischen Galle und Leber ist auch sehr verdächtig. Ach Gott, da macht sich auch schon wieder meine Allergie bemerkbar. Waren da etwa Haselnüsse drin??? Ob ich gegen Haselnüsse allergisch bin? Überraschen würde es mich nicht. Ich glaub, die Bronchien gehn schon wieder zu… Luft! Luft!!!!

So in etwa ging es mir am Samstag nach der letzten Premiere in Saarbrücken. “Erhöhte Temperatur” von Pigor & Pigor in der alten Feuerwache - “Ein Abend für Hypochonder und solche, die es werden wollen”. Präventiv gab es schon vor der Vorstellungen Päckchen mit Papiertaschentüchern.
Das Bühnenbild zeigte eine stilsichere Mischung aus OP und Cabaret (oder Kabarett). Über der Sowtreppe war das EKG, davor die riesige OP-Leuchte. Die Wände bestanden aus Roten Samtvorhängen und Röntgenbildern und der Boden sah aus wie Blutkörperchen unterm Mikroskop.

Als es losging kamen zunächst die Jo-Jo-Achims (siehe Direktmusik) in grüner OP-Kluft um für die musikalische Begleitung zu sorgen.
Dann kamen die drei Damen des Ensembles und entschuldigten sich erstmal dafür, daß heute wohl nicht alles so gut laufen wird. Man fühlt sich nämlich irgendwie kränklich…
Schließlich kam Merten als “Heinz”. Warum der Haupthypochonder hier wie Heinz Rudolf Kunze aussieht hat sich mir nicht wirklich erschlossen, aber gestört hat das nicht. Sie haben ihn aber überraschend gut getroffen. Ist HRK etwa bekennender Hypochonder? Ich weiß es nicht.
Schließlich folgen wir “Heinz” durch die Geschichte seines gemeinsamen Lebens mit Rainer Kristall, seinem Gallenstein. Dieser begleitet ihn seit seinem 14. Lebensjahr und Heinz galt seitdem als Hypochonder. Als Gallenstein bei einem Hypochonder lebt man sehr sicher, denn kein Arzt glaubt wirklich an dessen Existenz. Schließlich erfahren wir ach die Geschichte von Rainer, der auf einem Steinkongress Iris, eine Nierensteinin, kennen und lieben gelernt hat. seitdem versuchte er immer wieder zu Iris zu kommen und löste damit bei Heinz jedesmal eine Kolik aus. Heinz reist sogar nach Mittelamerika um Rainer loszuwerden. Hochprozentiger Rum soll helfen. Schließlich wird auch was ausgeschwemmt, aber es war Iris… ein Happy End gibt es trotzdem.

Ich finde, daß ist ein perfektes Stück für die Außenstelle, die den Pschyrembel sicher besser kennt als die Zentrale.



Geschützt: Singin’ in the Rain - in Bildern
Februar 13, 2008, 9:43 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Reisen, Theater

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Stockholm, Februar 2008
Februar 13, 2008, 2:01 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Fotos, Theater, Unterwegs

Und wieder einmal ging es ein paar Tage in Urlaub. Diesmal wieder nach Stockholm (da war ich ja erst einmal) und natürlich wieder mit Ryanair ab Hahn. In etwa einer Stunde ist man da und die Preise sind trotz immer höher werdender Gebühren noch immer unschlagbar.

Vor dem Flug gabs noch ein Clubsandwich und eine Brezel für unterwegs und los gings, pünktlich ab nach Skavsta. Irgendwie hab ich das Gefühl, daß die Zahl der männlichen Flugbegleiter stetig ansteigt und diese meist die Sicherheitsanweisungen im hinteren Bereich der Kabine machen… beim nächsten Mal will ich vielleicht doch in die Mitte oder nach vorne :-)

In Skavsta bestiegen wir dann auch gleich den Bus nach Stockholm und kamen am Busbahnhof hinterm World Trade Center an. Von da aus war es nicht weit zum Hotel in der Drotninggatan, der Haupteinkaufsstraße Stockholms. Unser Weg führte uns vorbei am Oscars Theater, wo wir noch am selben Abend “Singing in the Rain” sehen sollten.

Das Hotel wurde gerade renoviert, das war auch so angekündigt, aber viel merkte man davon nicht. Auf dem Boden gab es vor der Rezeption etwas Pappe und der Heizkörper im Eingang war vor die Nische gerückt. Ansonsten gabs eigentlich keine Beeinträchtigungen.
Das Zimmer war recht schön. Nicht zu klein, interessant geschnitten, mit großem Bett, Flachbildfernseher mit vielen schwedischen und englischen Kanälen und ein gemütliches Bad. Das Zimmer war zum Innenhof orientiert. Ein recht hübscher Hof, wie ich finde, und deshalb auch sehr ruhig. Man hörte lediglich, wenn Leute am Zimmer vorbei gingen, denn der Flur führte um zwei Seiten des Zimmers vorbei und hatte alten Parkettboden.

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Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten gings erstmal zum Cirkus unser Karten für die Scoundrels abholen (Samstag Abend und Sonntag Nachmittag), dann zum China Theater für die Jekyll&Hyde-Karten (Freitag) und dann zum Oscars um noch Karten für Singing in the Rain am Donnerstag Abend. Es gab noch zwei Karten im Parkett Reihe 1 an der Seite oder auf dem zweiten Rang. Nachdem die Vorstellung richtig toll war, waren wir froh, daß wir uns für Reihe 1 entschieden haben.

Singing in the Rain hatte ich noch sehr sehr grob als Filmmusical im Kopf und desn Soundtrack zum Film hab ich auch vorher nochmal gehört, aber viel wußte ich nicht über das Stück. Gerade mal, daß es da zwei Männer gibt, die einen Film machen wollen. Dann kam der Tonfilm und sie waren gezwungen, das ganze als Musical zu machen. Das Problem ist nur, daß die Hauptdarstellerin eine Stimme hat, die einfach nur Aua macht. Deshalb wird eine junge Schauspielerin als Synchronstimme engagiert.
Tatsächlich half mir dieses Grundwissen auch, die komplett schwedische Fassung zu verstehen. Auch wenn mir leider einige Pointen entgingen hatte ich somit sehr viel Spaß!
Anfangs war ich etwas enttäuscht, daß die Inszenierung hier und da nicht sehr nah an Perfekt war, was den technischen Ablauf anging, aber gerade das trug schließlich doch eine Menge zum Charme dieser insgesamt doch recht opulenten Inszenierung bei. Ich fand den Anfang auch noch ein bisschen schwach, aber spätestens nach 20 Minuten lief das ganze auf 110% und war einfach genial.
Der Schmirgelpapierartige Bühnenbelag lies mich schon was vermuten, was die Finalszene des ersten Aktes angeht und tatsächlich: nachdem sich Häuser auf die Bühne schoben, Palmen aus dem Schnürboden und Laternen aus dem Boden fuhren fing es in Strömen an zu regnen. Sowas hab ich auf einer Bühne noch nicht erlebt. Interessant auch, daß gerade hier mal keine Regencapes auf den Sitzen der ersten Reihen lagen, denn diesmal wurde man wirklich nachgespritzt, was bei Blue Man und Co noch nie der Fall war!
Ich mag auch die klassischen Musicals immer mehr… die Musik ist flott und die Handlung, wenn auch wenig tiefgründig, doch sehr unterhaltsam und ein guter Kontrast zu dem vielen pseudointelektuellem Kram, der heute so gern auf die Bühne gebracht wird. Dieses Stück ist Unterhaltung vom feinsten!
Besonders toll waren Lina, die große Stummfilmdiva, und Cosmo, der Komponist. Beide waren an dem Tag zweitbesetzungen, aber einfach genial!
In Singing in the Rain gibt es einige Filmeinspielungen, die wohl tatsächlich passend zu jeder Besetzung gedreht wurden. Der erste Stummfilm war schon ein herrlicher Spaß, aber die Tonfilmversuche konnten das noch toppen. Immer wieder das Problem des Mikrophons. Wo sollte es platziert werden. Im Blumenstock, auf der Brüst oder Schulter? Alles hatte irgendwelche ungewollte Effekte :-)
Ich würde das gerne wieder sehen!!!

Am nächsten Tag ging es dann in Jekyll & Hyde. Erwartung: Auf jeden Fall besser als bei uns… mööööööp - Erwartung zu hoch, unsere Inszenierung ist tatsächlich besser!!!
Das Bühnenbild sah aus wie das verzauberte Schloß in “Die Schöne und das Biest”, zwei Treppen, zwei Türmchen und eine große Flügeltür. Das ganze von Blech unwuchert und hierund da mit LED Tafeln ausgestattet. Die Kostüme waren OK aber nicht umwerfend. Die Fassung orientierte sich sehr stark an der Broadwayfassung, ergänzt um “I need to know” und “Bring on the Men” aber ohne “Good and Evil”, “Girls of the Night” und “The World has gone insane”. Demnächst soll dazu auch eine CD rauskommen.
Die Erstbesetzung Hyde, Mikael Samuelsson, das schwedische Phantom, spielte nicht. Stride war Zweitbesetzung der Titelrolle und machte seine Sache in allen Punkten mehr als schlecht. Stimmlich, optisch und darstellerisch unterstes niveau. Zum Brüllen die Augen aufreißen und die Hände verkrampfen reicht halt nicht. Dazu kam noch ein Orchester, das fast einschlief. Einfach furchtbar!
Lisa (hier Emma) war okay, spielte aber nicht sehr überzeugend. Sie wirkte als Emma sehr kühl, aber vielleicht mochte sie den Jekyll auch nicht wirklich - ich könnte es verstehen.
Lucy hatte eine starke Stimme und war auch sonst für eine Lucy ungewöhnlich kräftig. Ich fand sie nicht wirklich passend. Das war eher eine Nellie. Nellie gab es laut Besetzungsliste, aber man hat sie nie wirklich aus der Masse erkannt. Spider eher, aber nur, weil er aussah wie Johnny Depp als Willy Wonkers in Charlie and the Chocolate Factory.
Lucy hatte im Zweiten Akt wirgendwann einen riesigen Spiegel in der Hand (Wie Belle, wenn sie ihren Vater sehen will). Der fiel irgendwann hin und weil das ja Unglück bringt wurde sie mit einer 90cm langen Scherbe des Spiegels ermordet.
Das Ensemble war praktisch die ganze Zeit auf der Bühne, was zwar nicht immer gepasst hat aber angesichts der geringen Größe auch nicht besonders auffiel (waren das 7 oder 8 Leute?).
Das hatte auch zur Folge, daß die Ermordeten sofort wieder aufstanden, sich anzogen und wegen Personalmangel die nächste Strophe singen mußten.
Ich hätte nie gedacht, daß man Jekyll offensichtich so leicht kaputtinszenieren kann.
Das Theater sieht im Übrigen aus, wie ein abgetakeltes Chinarestaurant…

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Samstags ging es in die Nachmittagsvorstelung von “London - the Musical”. Das Stück hatte erst vor einer Woche Welturaufführung und ich bin mir nicht ganz sicher, wie es zu werten ist. Die Besetzung war toll. Neben Anders Ekborg, den wir hier ja unbedingt sehen wollten, spielten auch noch andere bekannte Leute mit. Die Produktion in einer riesigen, protestantischen Kirche mit zwei Emporen, wirkte jedoch etwas weniger Professionell. Die breite Bühne hatte mehrere Ebenen, die ohne Umbauten bespielt werden konnten. Zeit und Handlungsort wurde von verschiedenen London-Projektionen im Hintergrund dargestellt. Die Musik ging teilweise gut ins Ohr. Gesungen wurde live und auch die Streicher spieten live. Der Rest wurde eingespielt.
Die Handlung war nicht leicht nachvollziehbar. Vor der Vorstellung versuchten wir im Programmheft durchzusteigen, aber das brachte uns nicht weiter:
Mellows arbeitet bei einem großen Finanzunternehmen, wird aber von seinem Chef Clive gefeuert, nachdem er einen angeblichen Investor oder Kunden als zurketischen Politiker entlarvt. Die Dolmetscherin Sarah, die aus Zurketistan stammt hatte damit zu tun. Ihr Mann ist aus zurketischer Flüchtling und wird von Warrior (Anders) versteckt. Warrior ist laut Programm sehr berechnend aber unberechenbar. Was eigentlich seine Aufgabe im Stück ist wird jedoch nicht ganz klar. Sicher ist, daß er am Ende anders ist, als man erwartet, weil man ihn aber weder am Anfang noch am Ende irgendwie einordnen kann ist das auch nicht weiter von Belang. Dann gibt es noch Fennan, Mellows Schwester und Petra, die etwas bewirken will, der aber alles zu langsam geht. Jacky, die TV-Moderatorin huscht auch noch sehr oft über die Leinwand… das ganze ergab aber wie gesagt nicht wirklich Sinn…
Am Schluß sagte Anja zu mir “Ich hab das Ende nicht verstanden” ich entgegnete darauf: “Ich hab das Ende gar nicht bemerkt” Immerhin, wir haben Anders Ekborg mal live gesehen und das war ein Erlebnis.
Falls das Stück mal weiterkommen sollte, muß daran auf jeden Fall noch viel geändert werden.
Wenn es eine “normale” Produktion war, war es insgesamt unbefriedigend. Falls es aber ein halbprofessionelles Projekt war war es recht beachtlich… das kam nur leider nicht so ganz raus.

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Anschließend ging es jedenfalls zum Cirkus zu den Scoundrels und da erwartete uns wieder ein Highlight. Das Musical kannten wir ja schon aus New York. Hier hatten wir eine neue Inszenierung, die jedoch stark an die Broadway-Inszenierung angelehnt war. Vieles war jedoch eine Spur einfacher und nicht so sehr der abstrakte Plakat-Stil wie am Broadway. Die Kostüme waren mehr 50er-Jahre Stil und der Eisenbahnwagen war etwas aufwändiger. Die Besetzung war überraschenderweise deutlich älter als am Broadway. Das jedoch konsequent und so hat es dann auch wieder gepasst. Lawrence wurde von Tommy Körberg gespielt (u.A. bekannt als Russe auf der ersten Chess-Aufnahme) - einfach genial!!!
Unsere Plätze auf der linken Seite des Rangs (einmal Rang, einmal Loge) waren jedesma recht gut. Wir hatten keine Kopfe vor uns, saßen jedoch ziemlich seitlich, allerdings so, daß uns nichts wichtiges auf der Bühne fehlte. Ich denke, darauf achtet man auch, wenn man im Cirkus was inszeniert.

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Sonntag mittags ging es dann gleich nochmal in die Scoundrels, die dann sogar noch etwas besser waren!
Vor der Vorstellung waren wir im Freichlichtmuseum “Skansen” direkt hinter dem Cirkus:

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Am Abend lief in Stockholm dann leider gar nichts und auch in den Kinos wurde kein Film gezeigt, der uns interessiert hätte. Dabei hätte mich gerade das Skandia, das wir beim Frühstück sogar von unserem Tisch aus gesehen haben, besonders interessiert. Das Skandia Kino wurde von dem bekannten schwedischen Architekt Gunner Asplund geplant. Von ihm ist auch die beeindruckende stockholmer Stadtbibliothek mit der gigantischen Rotunde.

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Diese haben wir uns am Freitag Morgen agesehen. Zunächst waren wir uns nicht sicher, ob wir überhaupt rein kommen, aber das ging dann doch. Ich durfte sogar Fotos machen. Der zentrale Raum war wirklich imposant. Auf drei Galerien sind riesige Mengen Bücher in vielen verschiedenen Sprachen angesammelt. In der Mitte häng ein riesiger Lüster und über der Treppe zu den Galerien Steht eine Büste von Strindberg. Der Raum ist schlicht und Sachlich und wirkt doch nicht karg. Die wirkung muß man einfach erleben!
Da wie gesagt am Sonntag Abend nichts lief gingen wir nach den Scoundrels zunächst ins Hotel, sahen dort eine Folge Jamie Oliver und anschließend ging ich mit meiner Digi-Cam noch zwei Stunden bei +3 bis +6°C durch Stockholm. Von unserem Hotel in Noramalm über Gamlastan bis an die Nortspitze von Södermalm. Vorbei am Stadshused wo ich die Häschen beobachtete und am Schloß vorbei wo die Wache herumstampfte. Auf dem Rückweg konnte ich vor dem Kulturhused noch eine Menge Ägypter beobachten, die sich offensichtlich dort getroffen haben und den Fußballsieg zu feiern. Fußball-WM im kleinen Kreis…
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Am Montag ging es dann wieder zurück. Überraschenderweise kam der Flieger sogar 25 Minuten vor Plan in Hahn an!



Geschützt: mein neuer Arbeitsplatz:
Januar 27, 2008, 2:38 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Theater

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wir waren wohl gut !!!
Januar 16, 2008, 1:40 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Theater, mein Leben und ich

Offensichtlich kam die Aufführung der Compagnia sehr gut an. Wie sonst wäre es zu erklären, daß wir gerade für ein Gastspiel in Süditalien eingeladen wurden!
Die Aufführung wird voraussichtlich im Juni stattfinden.

Placato



La Mandragola - die Generalprobe
Januar 12, 2008, 3:07 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Theater, mein Leben und ich

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Pressemitteilung: “La Mandragola”
Dezember 27, 2007, 12:23 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Theater, mein Leben und ich

Placato

La Mandragola, als Italienisches Mundart Stück
am 12. Januar in der Merziger Stadthalle

Die Compagnia Teatro Popolare “Città di Merzig“ in einer neuen Komödie, inspiriert aus dem gleichnamigen werk von Niccolò Machiavelli

Mittelpunkt der Handlung ist der Spott eines jungen Medizinstudenten, dargestellt von Giuseppe Castronovo und des schlitzohrigen Ligurio (Giuseppe Ferlisi), gegen den naiven, alten Don Nicola, Ehemann der schönen Lucrezia, von der er koste was es wolle, einen Sohn haben will. Der junge reiche Eugenio kommt aus New York, angezogen von der berühmten Schönheit von Lucrezia (Rosa Cacciatore). Um sie zu verführen, bedient er sich der Hilfe von Ligurio, der die Gutmütigkeit und Leichtgläubigkeit des Don Nicola ausnützt, der davon überzeugt scheint seine Frau wäre unfruchtbar. Eugenio gibt sich als Medizinexperte aus und verspricht die Unfruchtbarkeit der Frau zu heilen, in dem er ihr einen Trank verabreicht, das auf der Basis der Mandragola gebraut wird, einer Heilpflanze, der man im Mittelalter Wunderkräfte nachsagte. Diese Pflanze hat aber einen Nachteil: Sie ist (angeblich) tödlich für den ersten Mann, der die erste Nacht mit ihr verbringt, nachdem die Medizin verabreicht wurde. Hier empfehlen die zwei Don Nicola, seine Frau besagte Nacht mit einem unbekannten verbringen zu lassen und überzeugen ihn mit Hilfe von Donna Nunzia, Lucrezias Mutter (überzeugend dargestellt von Carmela Traina) und vom korrupten Pater Pasquale (Gino Miceli) ihr Beichtvater. In der Nacht entführen sie einen jungen Betrunkenen, der in Wahrheit, der verkleidete Eugenio ist und stecken ihn ins Schlafzimmer der schönen Lucrezia. Er verrät ihr den Schwindel und erklärt ihr seine Liebe. Die junge Frau, begeistert von dem Unterschied zwischen einer Nacht mit dem Ehemann und der Vergangenen, entgegnet seine Liebe mit den Sätzen: „Nachdem deine Schlauheit, die Dummheit meines Mannes, die Naivität meiner Mutter und die List meines Beichtvaters, mich dazu gebracht haben, das zu tun was ich sonst nie für mich selbst getan hätte, will ich glauben dass, das alles aus himmlischem Wille geschehe, daher habe ich nicht die Macht, dem zu widersprechen, was der Himmel gewollt hat. Deshalb nehme ich dich als Herr und Führer, sei du mein Vater, mein Beschützer, mein Glück und das was mein Ehemann für eine Nacht gewollt hat, möchte ich, sei für immer“. Alle Personen dieses Stückes sind typisch machiavellisch, das heißt nur dem eigenen Vorteil bedacht, ohne jeglichen Einfluss von Moral und Sittlichkeit. Alles was sie tun, dient nur dazu, die eigene Macht und das eigene Wohl zu steigern und um das zu erreichen ist ihnen jedes Mittel recht. Auch dieses Jahr, wird die Compagnia für die Besucher, welche der italienischen Sprache nicht mächtig sind, eine deutsche Version als Übertitel einblenden. Spaß wird also für alle in gewohnter Manier garantiert. Die Veranstaltung beginnt am Samstag 12. Januar um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.00 Uhr. Platzreservierungen unter den Tel. Nr.: 06861-1850

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Wicked Stuttgart
Dezember 5, 2007, 10:28 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Theater, mein Leben und ich

und zur Vollständigkeit ganz kurz:

Ich war in Wicked. Stuttgart. Zwei Mal.
Sah in den drei Hauptrollen jeweils erste und alternierende Besetzung bzw. Zweitbesetzung Fiyero. und beide Male Zweitbesetzung Zauberer und Madame Akaber.

Wertung: Die Produktion ist toll geworden! Das Bühnenbild ist sehr gut in den Saal integriert worden. Ansonsten ist optisch praktisch alles Identisch mit den Produktionen in London und New York. War ja auch nicht anders zu erwarten. Noch ein Unterschied ist die Tatsache, daß Reihe 5 noch zusätzlich als Flugraum für die Affen bespielt wird.
Die Besetzung ist sehr gut ausgewählt. Die Erstbesetzung ist tatsächlich die bessere Besetzung, aber die alternierende Besetzung ist alles andere als Schlecht. Bei den G(a)lindas ist es besonders interessant die recht unterschiedlichen Interpretationen zu sehen.
Die Übersetzung lies eigentlich nicht viel Gutes erwarten, wenn man nach den wenigen Teilstücken urteilte, die man vorab hörte/las. Im Ganzen erkennt man aber erst wie gelungen die Übersetzung tatsächlich ist. Wicked ist mit der unglaublichen Masse an Wortspielen und Wortneuschöpfungen im Original fast nicht übersetzbar aber Kunze/Deny haben es geschafft das Original zu einem großen Teil ins Deutsche zu transferieren.
Der zweite Fiyero hatte an dem Abend offensichtlich seine Premiere und die hat er wirklich grandios gemeistert. An ihm sah auch die weiße Hose nicht so schlimm aus wie normal. Die beiden Damen neben mir in der Mittagsvorstellung hatten sich über das enge Teil ja sehr amüsiert… Ich weiß auch nicht, was man sich dabei denkt eine, meistens so unvorteilhafte Hose nicht mal ein bisschen zu ändern.
Die Fiyeros waren auch tatsächlich die ersten zwei, die ich in der Rolle gut fand. Norbert Leo Butz war sicher phenomenal in der Rolle, wenn man nach der CD geht, aber die Nachfolger in London und New York fand ich alle schwach bis furchtbar. In Stuttgart die Überraschung, zwei Besetzungen und beide gut!

Ich bin begeistert und will wieder rein. Nur London ist halt noch etwas günstiger…



Jekyll & Hyde - Probe und Anfahrt
Dezember 5, 2007, 10:13 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Theater

Kurz mal an der Stelle (wo es nicht off-tpic ist) zur Jekyll Probe:

Die Probe war Interessant! Wir sahen praktisch den ganzen zweiten Akt ab der ersten Szene nach Mörder. Mörder kann so wie ich mir das vorstelle ziemlich geil werden. Das Bühnenbild wird wenns fertig ist und im originalen Licht sicher noch ganz anders wirken als so, deshalb dazu mal hier keine Wertung. Es scheint sich aber im Verlauf nur wenig zu verändern, eigentlich nur ein “Ein-Raum” mit einer zentralen Hauptebene, zwei U-Förmige Galerien und einer mittigen Treppe die sich zum oberen Podest teilt.
Die Seiten des Orchestergrabens sind überdeckt, so daß die Prozeniumstüren mitgenutzt werden können. Bei “Sein Lebenswerk” entsteht so ein schönes Bild wenn Danvers rechts am Prozenium, Lisa links und Jekyll auf der Bühne steht.
Das Orcheser ist kleiner als bei Opernproduktionen, klingt aber für Jekyll wirklich sehr gut!
Stimmlich waren Lucy, Danvers und Jekyll auch schon in der Probe, wo sie hörbar nicht voll aufgedreht haben, toll! Lisa war etwas gewöhnungsbedürftig, weil nicht anwesend und deshalb vom Regieassistenten vertreten. Der hat die Rolle aber auch schon richtig verinnerlicht und mit viel Leidenschaft gespielt und gesungen! “Nur sein Blick” als männlich-weibliches Duett klingt gar nicht mal übel!
Gegen Ende wurden alle etwas unernst, weshalb der finale Ausgang einige Fragen aufwarf, die aber wohl tatsächlich noch offen sind… soviel mal von mir über die Probe. Es bleibt Spanned!

und für die Außenstelle hier die Wegbeschreibung:

Du kommst über die A6 nach Saarbrücken. Kaiserslautern vorbei ist das eigentlich immer nur geradeaus. Kurz vor saarbrücken teilt sich die Autobahn. Eine Seite geht Richtung Frankreich weg, die Andere (A620) nach Saarbrücken. Dürfte aber nicht irreführend sein weils nach Frankreich nur über die Abbiegerspur geht. Du fährst einfach geradeaus weiter.
Die Franz-Josef-Röser-Straße, wo ich dich eigentlich hinleiten wollte ist im Moment leider wegen Weihnachtsmarkt und Busparkplatz größtenteils gesperrt, deshalb lenk ich dich etwas weiter weg:
Du fähst “BISMARKBRÜCKE” von der Autobahn runter. Geradeaus kannst du dann schon das Theater sehen wenn du abfährst. Halte dich rechts und fahr über die Saar. Unten an der Ampel, direkt nach der Brücke wieder rechts in die Bismarkstraße. Da ist im vorderen Teil bis 16 Uhr nur für Anwohner mit Anwohnerparkausweis parken frei, aber mit Parkschein kann man da auch stehen. Schon direkt nach der ersten Straße ist das Parken frei. Ich empfehle den ersten freien Parkplatz an der Seite zu nehmen.
Falls da nichts frei ist biegst du spätestens nach dem Stoppschild am Ende der Straße (früher geht auch) rechts ab zum Staden (an der Saar) runter. Vielleicht gibts da was. Zum Theater gehst du dann einfach gradeaus die Bismarkstraße zurück, über die Ampel an der Bismarkbrücke und weiter immer geradeaus bis du am Theater bist.

Alternativ könntest du an der Alten Feuerwache am Landwehrplatz dein Glück versuchen:
Von der Bismarkbrücke aus immer geradeaus auf der linken Spur bis zur nächsten Ampel, da wo die S Bahn kreuzt. Da biegst du dann links ab, der S-Bahn nach und an der zweiten Ampel rechts auf den Landwehrplatz. Von da aus gehst du an der S-Bahn Haltestelle vorbei und gehst bei der Videothek die Straße runter. Unten stößt du dann auf die Bismarkstraße. An der Ecke ist das “Blumenhaus am Theater” und das Theater siehst du dann auch schon.

Im Notfall rufst du frühzeitig an, dann stell ich mich an die Bismarkbrücke, spring dann bei dir ins Auto und such zusammen mit dir einen Parkplatz.