“In jedem Mensch wohnt ein Blog”


La Mandragola
September 9, 2007, 4:25 Uhr nachmittags
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Die nächste Produktion der “Compagnia” wird “Le cornuto volontario” sein, eine Kommödie in drei Akten. Die Übersetzung für die Übertitel ist noch nicht fertig, deshalb konnte ich das Stück noch nicht lesen. Ich hab jedoch herausgefunden, daß das Stück auf der Kommödie “Mandragola” von Niccolo Machiavelli basiert und mir deshalb mal dieses Stück vorgenommen. Mandragola entstand Anfang 1518 und wurde während des Karnevals 1518 aufgeführt.

In “Mandragola” hat es der Edelmann Callimaco, der aus Florenz stammt aber in Paris lebt, auf Lukrezia, die junge, schöne Ehefrau des älteren Rechtsgelehrten Nicia abgesehen weil diese als eine der schönsten Frauen Italiens gilt.
Sein Diener Siro steht ihm zur Seite, schafft es aber immer wieder den Erfolg des Vorhabens zu gefährden. Deshalb nimmt Callimaco die Hilfe des Opportunisten Ligurio in Anspruch, der mit List auch den Beichtvater Lukrezias, Bruder Timoteo, und ihre Mutter als Helfer gewinnen kann.
Callimaco gibt sich als Arzt aus, der der Ehe Nicias und Lukrezias aus der Kinderlosigkeit helfen könne. Dazu bietet er einen Trank aus Alraunwurzel an, der jedoch die Nebenwirkung hat, daß der erste Mann, der nach der Einnahme mit der Frau schläft, sterben muß. So erreicht er, wieder unter vorgabe einer anderen Identität, eine Liebesnacht mit der Frau. Nach dieser Nacht erzählt er ihr jedoch die ganze Sache und man erwartet eigentlich jetzt den Fall, den moralischen Ausgang eines Tartuffe. Die Reaktion der Frau geht jedoch in eine andere Richtung. Sie erklärt sich das gelingen des waghalsigen Vorhabens als von Gott befürwortet und akzeptiert Callimaco als ihren Herrn.
Nicio hingegen glaubt, daß Callimaco ihm geholfen hat, entlohnt diesen reich und gewährt ihm auf Lebenszeit Unterkunft in seinem Haus. Er hat den Bock zum Gärtner gemacht und freut sich darüber :-)



Nipplejesus
Juli 24, 2007, 1:21 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Bücher, Theater

Heute hab ich ein neues Hörbuch bekommen, dank Tauschticket. “Nipplejesus” ist der Titel, geschrieben von Nick Hornby. Mit nur einer CD ist das ganze schnell gehört, aber trotzdem recht unterhaltsam!
Hinter dem Titel “Nipplejesus” verbirgt sich ein Kunstwerk. Eine Kreuzigungsdarstellung als Collage aus hunterten von ausgeschnitten Brüsten. Reaktionen werden Erwartet, deshalb stellt die Galerie einen Sicherheitsmann speziell für dieses Bild ein. Das Buch gibt seine Erzählung wieder. Wie er zu dem Job kam, wie er das Bild auf den ersten Blick mochte, wie er bei genauerem Hinsehen angewiedert war, wie er frieden mit dem Bild und seiner Künstlerin schloß, es sogar verteidigte.
Stets war er auf der Suche nach der Aussage, doch er fand sie nicht. Schließlich verhindert er einen ersten Anschlag auf das Bild, einen zweiten Anschlag kann er jedoch nicht verhindern. Er ist erschüttert, die Künstlerin jedoch nicht… Sie hat diese Reaktion gewollt - Als Substanz für ihre nächste Arbeit!
“Nipplejesus” spielt mit einem Modernen Kustverständnis, hinterfragt verschiedene Ansichten und Absichten und führt den Zuhörer in kurzer Zeit durch eine Vielzahl von Meinungen über das Werk, das er ja gar nicht sieht. Am Ende war ich ziemlich enttäuscht, aber nicht von Ende des Buchs, das logisch und überraschend zugleich ist. Enttäuschung erbindet den Zuhörer mit dem Erzähler den die ganze Zeit hat man auf eine Andere Auflösung gewartet. Schließlich war man gemeinsam mit dem Aufseher auf der Mission das Werk zu bewahren - eine Mission, die gar nicht erfüllt werden sollte. Man fühlt sich allein gelassen mit einer Zwiebel, den Objekt, daß es als nächstes zu bewachen gibt, aber wer will schon auf eine Zwiebel aufpassen?

Nipplejesus wird auch auf verschiedenen Bühnen in der Republik aufgeführt. Auch ein gewisses Theater im Norden, nennen wir es mal O*, inszeniert das Ein-Personen-Stück in einem Museum, was absolut ideal ist.
Hier würde ich mir das auch mal gerne ansehen. Museen haben wir ja einige in Theaternähe. In der Sparte 4 könnte ich es mir auch sehr gut vorstellen. Auch als Wohnzimmerproduktion könnte es funktionieren!
Also ich würde sagen, wir brauchen einen Regisseur und einen Schauspieler… Ein Wohnzimmer zum Nulltarif finden wir sicher auch noch ;-)



Das Jesus-Video
Juni 10, 2007, 6:58 Uhr vormittags
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ob ich es irgendwann mal schaffen werde diesen Film zu sehen??? Das Buch fand ich ja ziemlich gut, deshalb reizt mich auch der Film…
Zuerst kam der Zweiteiler vor einiger Zeit - verpasst. Dann wurde er soweit ich weiß wiederholt - auch das ging an mir vorbei. Jetzt kam eine gekürzte, einteilige Fassung auf Pro7 - ich konnte es nicht sehen weil ich im Theater war… Heute Nacht entdeckte ich dann auch TV-Info, daß es eine Wiederholung gibt. Natürlich hab ich sofort den Recorder klar gemacht. Allerdings hab ich nicht die Zeit programmiert, die auf TV-Info angegeben war, sondern die aus dem Pro7 Videotext, natürlich mit gut 15 Minuten Spiel nach vorne und nach hinten… und schon wieder ein Film ohne Ende. Weder die Zeitangabe aus dem Videotext, noch die von TV-Info hat gestimmt

:-(



Asterix in Gefahr…
Mai 24, 2007, 9:12 Uhr nachmittags
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Ich weiß, das Verbrechen an Asterix, das sich “Gallien in Gefahr” nennt ist jetzt auch nicht mehr ganz neu, aber es darf wohl immer noch verkauft werden. Ich hätte das Heft ja lieber komplett eingestampft bevor es den guten Ruf von Asterix noch vollkommen ruiniert… andererseits, vielleicht sind die Hefte, die noch verkauft werden ja auch nur Ladenhüter?

Ich hab mir den Band 33 damals am Tag der Erstveröffentlichung zugelegt und mich dafür nach einer halben Stunde schon selbst bedauert.
Die besten Zeiten sind wohl für Asterix vorbei, aber so wenig Kreativität hätte ich Uderzo nun wirklich nicht zugetraut.
Ich kann ja verstehen, daß auch Albert Uderzo Walt Disney als einen Meister ansiehst. Diesen im neuesten Asterix zu Ehren war ein sehr netter Gedanke, aber SO wird das weder den Arbeiten von Disney, noch Uderzo/Goscinny gerecht. Albert, was hast Du dir dabei gedacht Außerirdische das kleine gallische Dorf heimsuchen zu lassen? Dazu noch ein Alien, das aussieht wie ein lila Mickey Mouse mit winzigen Ohren und das zur Gattung der Tadsylwine (Man vertausche die Buchstaben und erhält walT disney) gehört. Ihm zur Seite stehen Klone a la Superman die “Schwor-Zis” genannt werden. Verweis auf Schwarzenegger?? Dieser “Superman-Klon” kann laut Tuun, wie sich der lila Strampelanzug nennt, auch in einen Spinnen- oder Fledermausklon verwandelt werden (wie originell).
Dann gibt es natürlich noch die Bösen. Nein, die Römer haben hier diesmal nur eine Nebenrolle. Der Böse ist diesmal ein anderes Alien - ein “Nagma” (also kämpft Disney gegen Mangas), daß große Ähnlichkei mit einer Schabe hat. Kein Wunder, daß später auch noch “Die Männer in Schwarz” erwähnt werden…
Ich war mit diesem 47-Seiten-Heft so schnell fertig wie noch mit keinem vorher. Trotzdem war es auch das langweiligste denn eigentlich ist nie wirklich viel passiert. Die Ideen ließen sehr zu wünschen übrig. Wo sind die tollen Einfälle z.B. aus “Die Trabantenstadt”. Auch hier gab es zahlreiche Anachronismen, aber dezenter und unterhaltsamer eingesetzt. Fliegende Untertassen in Gallien bringens nicht!



Illuminati
Mai 23, 2007, 9:59 Uhr nachmittags
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Letzte Woche hab ich Dan Browns “Illuminati” fertig gehört. Recht spannend muß ich sagen. Ich glaub, ich mag diese “Schnitzeljagt-Thriller” gerade auch, weil man da so schön mitraten kann wo die nächste Station sein wird. Gerade bei Illuminati konnte ich sogar recht gut mithalten. Der “Pfad der Erleuchtung” war der Leitfaden durch den Thriller. Daß der “Pfad” die Form eines Kreuzes, oder Diamanten hatte konnte man schnell erahnen und wenn man sich ein wenig mit römischer Kunst auskannte konnte man sich auch denken, welches die Stationen sein würden, die die Elemente repräsentieren.
Zugegeben, zwei von 5 Stationen kannte ich nicht (Santa Maria del Popolo und Santa Maria della Vittoria ) aber den 4-Ströhmebrunnen am Piazza Navona und die Reliefplatte auf dem Petersplatz war mir sehr klar. Auch daß im Kreizungspunkt die Engelsburg als Hauptkirche der Illuminati lag war mir schon lange bevor sie erwähnt wurde klar.
Und noch eine Erkenntniss hatte ich schon früher als es erwähnt wurde. Die Beschreibung des Schöpfers des Pfades konnte nur Bernini sein.
Etwas schwach fand ich das Ende. Dieses große Finale hatte mir einfach zuviel von einem Actionfilm und daß Robert Langdon dieses Finale überhaupt überlebt war mehr als unwahrschienlich. Das Ende des Buches ist dann auch sehr James Bond-artig geworden “hast du schonmal mit einer Yogameisterin geschlafen” oder so ähnlich… das hätte jetzt nict unbedingt sein müssen. Man weiß doch seit Speed daß Beziehungen, die aus Extremsituationen entstehen keine wirkliche Überlebenschance haben.
Im übrigen hätte ich mir einen überraschenderen Bösewicht gewünscht. Schon als Er das erste mal aufgetaucht ist dachte ich er könne es sein. Der Verdachte wurde immer dichter. Gerade auch durch sein perfektes, ausgeglichenes Benehmen und seinen Umgang mit den Medien fand ich auch sehr verdächtig. Zugegeben, es gab zwei kurze Passagen, an denen ich wieder gezweifelt hab aber das ging schnell vorbei (einmal hatte der Tod des verdächtigten damit zu tun).

Trotzdem, ich fand es sehr spannend und unterhaltsam *daumenhoch*

Morgen fang ich mit “Omerta” von Mario Puzo an. Ich glaube vor vielen Jahren mal “Der Pate” gelesen zu haben…

Hörbuch



(Hör-) Bücher
Februar 28, 2007, 10:57 Uhr vormittags
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Gestern Abend hab ich nach sehr langer Zeit mal wieder ein Buch fertig gelesen. Dazu komm ich seit dem Studium eigentlich gar nicht mehr oder ich nutz die Zeit lieber anders. Das “besondere” Buch war Petra Morsbachs “Opernroman”. Mit 316 Seiten war die Masse auch überschaubar. Der Roman stellt Charaktäre in der Sparte Musiktheater an einem Imaginären Theater dar. Es gibt einige Stellen, an denen ich mir sagte “das kenn ich, so läuft das hier auch manchmal” aber ich glaube es gab noch mehr Stellen an denen ich nur den Kopf geschüttelt hab weil ich mir solche Situationen nur schwer vorstellen kann. Eine Prise Telenovela kam auch hier und da vor… Ich war beim Lesen ständig zwischen Begeisterung und Verwunderung hin und hergerissen. Ich weiß nicht, ob ich das Buch weiterempfehlen würde und frage mich, warum ausgerechnet Marcel Reich-Ranitzki eine Empfehlung ausspricht, aber einen gewissen Unterhaltungswert hatte es ja schon…

Morgen kommt der neue Stern raus. Ich werde mich sicher nie zum Sternleser entwickeln… In der letzten Ausgabe haben mich grade mal die Berichte über Jamie Oliver und Anna Netrebko interessiert, in den beiden Ausgaben davor eigentlich gar keine. Aber den Ausgaben liegt Jan Weilers “Maria, ihm schmeckt’s nicht” als 4-teiliges Hörbuch bei, dafür lohnt es sich dann doch, 4 Ausgaben Stern zu kaufen - ist grade noch billiger als das Hörbuch so zu kaufen und für den Londonflug, für den ich mir am Flughafen die erste Ausgabe gekauft hab, kam das grade recht.
Jetzt fehlt mir nur noch der letzte Teil, der kommt morgen.
Das Buch steht hier zwar auch rum, aber ich kam irgendwie nicht zum weiterlesen weshalb es angefangen ins Regal wanderte.
Die Erzählung von Jan Weiler über seine Familie, und besonders über seinen italienischen Schwiegervater Antonio, ist einfach großartig.
Auf einem Flug nach Amerika hab ich in der Bordzeitschrift mal einen Auszug aus “Antonio im Wunderland”, der Fortsetzung, gelesen und fands klasse. Die Fortsetzung hab ich mir auch schon als Hörbuch bestellt nachdem ich bei Amazon für eine beantwortete Umfrage einen Gutschein bekommen hab.
Heute kamen die CDs an und ich frage mich, ob ich schon mit “Antonio im Wunderland” anfangen soll, oder ob ich erst morgen “Maria, ihm schmeckt’s nicht” fertig hören soll…




Lob an die SULB
Januar 3, 2007, 1:08 Uhr nachmittags
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Irgendwann muß man auch mal was positives erwähnen. Das wird ja im Allgemeinen zu wenig getan, man regt sich nur immer auf, wenn was mal nicht so läuft wie es soll…

Also, irgendwann hat die SULB (Saarländische Universitäts und Landesbibliothek) wohl ihr System umgestellt. Mein alter Benutzerausweis behielt aber seine Gültigkeit. Ich brauchte nun für die Recherche meines Analyseprojektes (Wohnbebauung Talstraße Saarbrücken) einiges an Lietratur, was ich in der SULB finden konnte. Früher ging das so, daß man am Computer die Listen durchsucht hat und sich die entsprechende Buchnummer notiert hat. Die Zettel wurden dann abgegeben und damit wurden die Bücher dann aus dem Bestand herausgesucht. Das System funktionierte ganz gut. Doch als ich vor ein paar Wochen wieder dort war, wurde ich mit einem neuen System überrascht, daß mich anfangs doch zu überfordern schien. Man mußte sich am Computer erstmal anmelden und dann darüber die entsprechenden Bücher anfordern. Zum Glück ging das dann doch einfacher als ich im ersten Moment dachte - ich bekams ja auch sehr gut von einer freundlichen Bibliothekarin erklärt! Das Raussuchen geht nun wohl auch schonbequem von Zuhause aus. Man muß die Bücher dann nur noch anholen gehn.
Naja, klein Alex hat natürlich jetzt seine Leihscheine verloren und wußte nicht mehr, bis wann genau die Bücher zurückgebracht sein müssen. Aber auch das ist mit dem neuen System überhaupt kein Problem mehr! Einfach online auf die Seite gehen, anmelden, sehen, daß ich die Bücher bis zum 5.1. behalten kann und die Ausleihe auch sofort zum 31.1. verlängern kann.
TOLLER SERVICE, Vielen Dank!!!
Irgendwie soll das zumindest auch mit dem Verlängern in Kaiserslautern möglich sein. Das muß ich mal nachprüfen… würde mir vielleicht auch mal den ein oder anderen Weg ersparen…